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Logbucheintrag #1 – Die Gründungsgeschichte von d.quarks – mit Haltung neue Wege gehen

Ganz ehrlich, der heutige Tag ist für uns drei das Ergebnis unserer gesamten beruflichen Erfahrung. Fast wichtiger als was man tut ist warum man es tut. Eine Wahrheit, die eine Erkenntnis aus diesem Erleben ist. In der Reflexion kommt es uns so vor, als haben die letzten Jahrzehnte unseres Berufslebens auf diesen Punkt hin gesteuert. Alle Erlebnisse haben zu dieser Entscheidung beigetragen. Aber beginnen wir von vorn.

Was uns vereint ist eine lange Geschichte in verschiedenen tradierten Unternehmen. Unternehmen aus der Industrie und Beratungsunternehmen verschiedener Art haben wir erfahren dürfen. Wir haben kennengelernt, wie Menschen in Konzernen, Familienunternehmen und im Mittelstand, Entscheidungen treffen und ihre Unternehmen steuern. Wir haben erfahren wie Menschen mit Menschen umgehen und wie sich eben diese Menschen in diesen Unternehmen genau darin unterscheiden. Wir sind alle drei dankbar für diese Erfahrungen, die positiven und die negativen, denn sie haben uns zu dem gemacht was wir heute sind. Für uns drei kam es dabei immer darauf an, mit welcher Haltung man diesen positiven und negativen Erfahrungen begegnet. 

Die gemeinsame Haltung, definiert durch unsere Werte, ist das was uns drei vereint. Genau in dieser Haltungsfrage gibt es große Unterschiede und das ist auch gut so, denn diese Welt braucht Vielfalt. Unsere Haltung macht uns aus und auch das haben wir erst entdecken müssen. Haltung steht nicht auf einem Blatt Papier, sie ist in uns tief verankert und wir konnten sie erst wirklich entdecken durch die Situationen, die Konflikte erzeugt haben mit dem was schon immer als innerer Kompaß in uns schlummerte. Nur durch den Konflikt ist dieses Erkennen der Haltung möglich. 

Eine wichtige Inspiration dazu für mich persönlich war mein Urgroßvater. Er wurde aufgrund seiner politischen Überzeugungen von den Nazis unter unmenschlichen Umständen eingesperrt und ist an den Folgen seiner Haft verstorben. Als mir als kleiner Junge mein Großvater davon erzählte, konnte ich nur erahnen was das bedeutete. Dennoch hat mich die Geschichte meines Urgroßvaters schon als Kind tief bewegt, obwohl ich ihn nie kannte. Unsere Haltung zu entdecken, heißt etwas in uns zu finden, was uns so wichtig ist, dass wir nicht bereit sind es aufzugeben. d.quarks ist die Geschichte unserer Haltung.

Kennengelernt haben wir drei uns vor neun Jahren bei Infosys, wo wir eine Managementberatung mit aufgebaut haben. Alle drei hatten wir zu der Zeit bereits einschlägige Erfahrungen in Konzernstrukturen und auch kleineren Unternehmen gesammelt. Schon damals haben wir uns mit dem Thema Digitale Transformation tiefer beschäftigt, weil die Tatsache, dass zunehmend exponentielle technologische Innovation, Unternehmen, Arbeitswelt und Gesellschaft massiv verändert, nicht wirklich neu ist. Der Grundstein für das, was wir heute machen, wurde damals gelegt. Der gemeinsame Weg führte uns dann zu PwC, wo wir das Thema Digitale Transformation mitgestaltet haben und zuletzt im Kundensegment Familienunternehmen und Mittelstand die Digitale Transformation verantwortet und geleitet haben. Eine Zeit, in der wir viel gelernt haben und mit vielen tollen Menschen zusammenarbeiten durften, sowohl auf Kundenseite als auch Kolleg*innen. 

Nachhaltige vertrauensvolle Beziehungen zu Menschen sind entstanden, die für uns über die Zeit sehr wichtig geworden sind, auch über Unternehmensgrenzen hinaus. Diese vertrauensvollen Beziehungen sind für uns das, was den Sinn unserer Arbeit ausmacht. Wir wollen etwas beitragen, etwas Gutes bewirken und bei diesen Menschen ein Gefühl von Werthaltigkeit hinterlassen für die Zeit, die sie mit uns verbracht haben. Wir glauben, dass es wichtig ist für Deutschland und Europa eine Arbeit zu leisten, die an einer zukunftsfähigen Innovationsgesellschaft in einem demokratischen Wertesystem baut. Wo diese gemeinsame Verbindung mit Kunden und Kolleg*innen existiert, fühlt sich Arbeit bereichernd und leicht an. Sie fußt auf Vertrauen, Ehrlichkeit und der eigene Anspruch an höchste Qualität und Bestleistung ist letztlich eine logische Konsequenz daraus. Dann geht es auf einmal nicht primär ums Geldverdienen, egal wie, sondern darum echten Mehrwert zu stiften. Nur mit dieser Haltung wird auf einmal echte Innovation möglich. Das was dabei als Ergebnis rauskommt nennen wir heute Disruption. 

Gerade wenn man sich schon lange und intensiv mit Pionierarbeit und Innovation auseinandersetzt, so wie wir es tun, ist es so eine Sache, wenn man das reine Geldverdienen als oberstes Kriterium ansetzt. So ist es aber in den meisten Unternehmen heutzutage. Richtig problematisch kann es werden, wenn man mit Unternehmen zu tun hat, die Regelsysteme haben, die rein auf die Incentivierung des Geldverdienens und Kosten optimierens ausgelegt sind. Die Innovatoren in diesen Unternehmen werden es im Äpfel mit Birnen Vergleich dann recht schwer haben, begnügen sich irgendwann mit symptomatischen und einfach berechenbaren Prozessverbesserungen oder geben früher oder später frustriert auf. Diese Probleme sind es, die es aufzulösen gilt und man braucht eben Mut, Vision, Empathie, Pioniergeist, Durchhaltevermögen und Geduld, um die nötigen Veränderungen herbei zu führen.

Echte Innovation funktioniert nur, wenn Entscheider in Unternehmen erkennen, dass der Weg in die digitale Zukunft kein Spiel ist, das nach den klassischen Regeln der Profitmaximierung gespielt wird, sondern ein anderes Spiel ist, das seine eigenen Spielregeln hat. Und wenn diese Entscheider den Mut besitzen entsprechend zu handeln. Es ist das Spiel, das den alten Pioniergeist fordert, der am Anfang aller großen bekannten Unternehmen schon immer gestanden hat. Dieses Spiel fordert vom Spieler eine andere Haltung. Wir haben das anscheinend nur vergessen. 

Das ist uns in unserer Arbeit immer wieder begegnet und es hat sich als die uns eigene Qualität herausgestellt, gerade in solchen schwierigen Situation die nötigen positiven Veränderungen bewirken zu können. Wir haben erkannt, dass diese Qualität etwas besonderes ist und das sie sehr selten zu finden ist. Wir haben auch erkannt, wie wichtig sie ist für die Zukunft dieser uns so wichtig gewordenen Unternehmen, der Menschen in diesen Unternehmen und wie wertvoll das eigentlich ist, was wir für die Menschen in diesen Unternehmen tun können. Unsere Haltung ist die Qualität, die uns besonders und wertvoll für Unternehmen macht. Eine Haltung die sehr selten ist und die, wie sich herausstellte, aufgrund ihrer positiv verändernden Wirkung auf Menschen und Strukturen in Unternehmen einen wesentlichen Beitrag für die Zukunft dieser Menschen und Unternehmen leisten kann. Das ist zumindest das, was uns unsere Kunden, Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen immer wieder gesagt haben. Einzig mit unserer Haltung machen wir Unternehmen agiler, kreativer, anpassungsfähiger, innovativer und zukunftsfähig. Unsere gesamte Methodik, Werkzeuge und unser Fachwissen baut auf dieser Haltung auf bzw. leitet sich von ihr ab. 

Irgendwann haben wir uns die Frage gestellt, in welchem Umfeld wir diese unsere eigene Qualität am besten ausspielen können? Was ist der Kontext, in dem sich diese Qualität richtig entfalten kann? Nach einem Lernprozess, der sich über neun Monate hinzog erkannten wir, dass dies am besten in dem Umfeld eines eigenen Unternehmens möglich ist. Nur ein eigenes Unternehmen bietet uns den Freiraum, den wir brauchen, um unsere Wirkung in Unternehmen schneller zu entfalten. Wir haben nicht mehr allzuviel Zeit in Deutschland und ganz Europa in dieser beschleunigten Welt. Wir müssen schneller wirksam die Transformation skalieren. Wenn man die Nachrichten zum Thema Klimawandel verfolgt, wird jedem sofort klar, warum das kein großes Geheimnis ist. Es ist uns zu wichtig, als dass wir einen Kompromiss eingehen wollten, für Geld oder Status. Das ist unsere ehrliche und ernst gemeinte Haltung. Und die Geburtsstunde der d.quarks GmbH.

#Carsten

Logbucheintrag #1, Donnerstag 30. Januar 2020

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